Der Alltag in der Großstadt verwirrt wortwörtlich. Tausende Impressionen, teilweise sogar pro Sekunde. Das Gehirn ist somit permanent überlastet – in diesem Umfeld bewusst zu bleiben ein schweres Unterfangen. Ich zeige dir heute 3 Methoden, mit denen du dich bewusst halten kannst.

Bewusstheit ist immer da – Du musst sie nur hervorholen

Das geht mit einfachen Praktiken. Ich möchte diesen Beitrag ganz simpel belassen und nicht künstlich aufblähen. Also:

1. Methode: Schaue auf deine Hände

Ja, ganz einfach: schaue auf deine Hände, deine Arme, an dir herunter. Mach dir klar, dass du existierst. Wiederhole diese Prozedur über Wochen, Monate, Jahre.

Es mag wie das trivialste aller Dinge klingen, doch leben wir in einer recht üppigen Unterhaltungs- und Ablenkungskultur, in der Bewusstheit unbewusst und gerne verdrängt wird.

Sich selbst zu betrachten ist der erste Schritt zu Bewusstsein => Selbstbetrachtung.

Ob das mit oder ohne Spiegel geschieht oder rein gedanklich, reflektiert, mach es irgendwie und siehe, es macht dich bewusster. 

2. Methode: Denke nicht, sondern betrachte nur

Jedes Gehirn weist ein gewisses Pensum an Imaginationsvermögun, Denkkapazität, man nenne es, wie man möchte, auf.

Richtest du deinen Fokus auf die alleinige Betrachtung, raubst du dem Gedankenzirkus die Kapazitäten.

Schließlich stehen die Bewusstheit und das Ergreifen der Dinge über dem Verstand, der Informationen lediglich verarbeitet. DU bist mehr als reine Ratio.

Geh also spazieren, schau in die Ferne, betrachte Bäume im Wind oder einen Sonnenuntergang – nur versuche, nicht zu werten, sondern nur zu betrachten.

Siehe: Methode 10.

3. Methode: Zieh dich einfach zurück

Der Großstadtjungle ist hektisch. Also tauch einfach mal ein paar Tage. Gönn dir ein Zimmer in den Bergen oder zieh dich episodisch zuhause zurück und denk über dich und dein Leben nach. Ruhe resultiert immer in mehr Bewusstheit, da sie dir Raum für das Sinnieren und Rasten einräumt.

Allein zu sein ist für viele ein völliger Unakt. Dabei ist die Resistenz gegen oder sogar das Begrüßen von Einsamkeit ein unabdingbares Mittel zu mehr Lebensfreude in Selbsterkenntnis.

Lenke dich nicht ab, berausche dich nicht und komm einfach mal zu dir. Atme in tiefen Zügen, mach Dehnübungen, Zeugs halt, den andere komisch finden.

4. Methode: Geh Wandern

Zugegeben, nicht für alle das Wahre. Für mancherlei kann das Wandergehen allerdings enorm entspannend, wie besinnend wirken. 

Die Frage ist: ab wann zählt Wandern als Wandern?  Für unsere Zwecke sollten Wegstrecken von wenigen Kilometern auch schon ausreichen. 

Wem das zu lasch ist – nur zu.

5. Methode: Meditiere nicht nur wie Mönche

Meditation ist nicht gleichbedeutend damit, wie ein Zenmönch im Schneidersitz zu kauern. Meditieren lässt es sich in unzähligen Momenten.

Schreibst du gerne? Dann meditiere, indem du schreibst. Oder mache Musik, leg dich einfach nur hin, geh baden, hör dir ein tiefsinniges Hörbuch an, male Bilder, treibe Sport.

All das ist Meditation.

6. Methode: Lese die Schriften Marc Aurels

Marc Aurel war ein ganz besonderer römischer Kaiser. Ein Gelehrter und Denker, dessen Briefe an sich selbst erhalten blieben und heute zahlenlose Menschen beeindrucken. 

Sie sprechen von stoischer Gelassenheit.

Innere Gelassenheit und Pflichterfüllung sind die Eckpfeiler jeder zweckmäßigen Existenz.

7. Methode: Führe tiefe und sinnige Gespräche

Die Gesprächskultur ist richtungsweisend dafür, ob du im Alltag bewusst bist oder nicht. Neulich saß ich in einer Bankfiliale und wartete in einem hübschen, kleinen Sitzbereich auf meinen Termin. Neben mir ein Paar, das sich über folgendes unterhalten hat: …nichts. Und das 20 Minunten lang. Was denkst du, wie bewusst diese Menschen waren?

Austausch dieser Art ist reine Ablenkung, die absolut nichts mit Bewusstheit zu tun hat. Führe also tiefe, bewusste Gespräche und lass dich von deiner Umgebung möglichst selten in den Strudel der Unbewusstheit führen.

Stringent, mit einem roten Pfaden, bewusst.

8. Methode: Lebe jetzt

Die Vergangenheit existiert nicht, die Zukunft existiert nicht. 

Es sollte kein Unding sein, das sofortig zu erfassen. Das Problem liegt nur in der Implementierung in den Alltag. 

Was ist, wenn es reine Gewohnheit ist, etwas antrainierbares, das dich im Hier und Jetzt bewusst leben lässt? 

Lebe den Moment und nehme ihn einfach wahr.

9. Methode: Dankbarkeit für jeden Moment

Ob ich bei furztrockener Hitze noch 3 Stunden bis zum Wasser brauche oder im strömenden Regen eine halbe Stunde auf den Bus warte, ich bin dankbar dafür. Auch, wenn körperliche Symptome dagegen sprechen.

Dankbar, leben und erleben zu dürfen.

Bist du das nicht, beginnst du wieder bei Methode 1. Und das in einer Endlosschleife, bis du Methode 8 verinnerlicht hast 🙂

10. Methode: Denke über das nach, worüber du nachdenkst

Hier und da nichts neues – von vielen nie gekannt.

Reflektiere nicht nur, sondern betrachte dich aus der Vogelperspektive. Dich und deine Gedanken, wie ihr als Mensch in eurer Mikro-Lebenssphäre gen Ende lebt. 

Die Klarheit über die Dinge verschafft vielerorts mulmige bis schmerzende Gefühle. Dabei ist die Natur der Dinge nichts, was nicht großartig ist. Wir leben als winzige Wesen mit Gedanken solchen Ausmaßes, dass wir sie selbst seltenst bis nie in Gänze erfassen können.

Wunderbar.

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